Therapie- und Beratungsmethoden

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

In der tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie (auch psychodynamische Psychotherapie) gehen wir davon aus, dass unbewusste Konflikte und frühere Beziehungserfahrungen das heutige Erleben beeinflussen. Diese inneren Zusammenhänge zeigen sich häufig in Form von Depressionen, Angststörungen, psychosomatischen Beschwerden oder Beziehungskonflikten.

 

In der Therapie stehen Sie, Ihre Gefühle und Ihre persönliche Lebensgeschichte im Mittelpunkt.

 

Tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie eignet sich besonders für Menschen, die:

an Depressionen oder anhaltender Niedergeschlagenheit leiden

unter Angststörungen, innerer Unruhe oder Stresssymptomen leiden

psychosomatische Beschwerden entwickeln

immer wieder ähnliche Konflikte in Beziehungen erleben

unter Selbstwertproblemen oder inneren Spannungen leiden

 

Sie hat das Ziel, dass Sie sich selbst besser verstehen können und zugrunde liegende Konflikte, die zumeist aus frühen Beziehungserfahrungen resultieren, bewusst werden können.

 

Die Therapie findet in der Regel in wöchentlichen bis zweiwöchentlichen Sitzungen zu je 50 min statt. In einem geschützten Rahmen haben Sie die Möglichkeit, über aktuelle Belastungen, Gefühle, Gedanken und Beziehungserfahrungen zu sprechen und darus etwas zu erkennen: Gemeinsam wird geschaut, wie frühere Erlebnisse mit Ihren heutigen Schwierigkeiten zusammenhängen könnten.

 

Die Therapieplanung erfolgt:

problem- und zielorientiert

zeitlich begrenzt

individuell auf Ihre Situation abgestimmt

 

Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass sie

mehr Klarheit über ihre Gefühle gewinnen

innere Konflikte besser verstehen

alte, belastende Muster erkennen und verändern

mehr Selbstvertrauen und innere Stabilität entwickeln

ihre Beziehungen bewusster gestalten

 

Die Veränderungen entstehen schrittweise und wirken in der Regel über das Ende der Therapie hinaus.

 

Zusammenfassend wirkt Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, indem sie unbewusste Konflikte bewusst macht, den Kontakt zu Gefühlen vertieft und eine fürsorglichere Beziehung zu sich selbst ermöglicht.

 

Die tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie zählt in Deutschland zu den Richtlinienverfahren und wird von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen (soweit in Ihrem Tarif eingeschlossen) übernommen. In meinem Behandlungskonzept stellt sie die Basis dar.

 

 

Hypnotherapie und Arbeit mit inneren Bildern

Unser Verstand sagt oft etwas anderes als unsere Gefühle. Das liegt daran, dass ein großer Anteil unserer Körperregulation und Schutzmaßnahmen unbewusst ablaufen. Zum Unbewussten haben wir zunächst einmal keinen Zugang.

 

Hypnotherapie in leichter bis mittlerer Trance und die Arbeit mit inneren Bildern wirkt insbesondere auf emotionaler Ebene und ermöglicht eine Verbindung zum zum Unbewussten.

 

Diese therapeutische Methode ist wissenschaftlich fundiert und bei den meisten Menschen gut in psychotherapeutische Behandlungen integrierbar.

 

Sie nutzt einen Zustand fokussierter Aufmerksamkeit, auch Trance genannt. Dabei handelt es sich nicht um Bewusstlosigkeit, sondern um einen Zustand tiefer Entspannung und innerer Wachheit – ähnlich wie beim Tagträumen oder beim völligen Aufgehen in einem Film oder Buch.

 

In dieser leichten bis mittleren Trance:

behalten Sie jederzeit die Kontrolle

bekommen Sie alles mit

können Sie sprechen, fühlen und entscheiden

 

Die Trance erleichtert den Zugang zu inneren Bildern, Gefühlen und Erinnerungen, die im Alltag oft schwer erreichbar sind.

 

Innere Bilder sind eine natürliche Ausdrucksform unserer Psyche. Viele emotionale Erfahrungen, besonders frühe oder belastende, sind nicht sprachlich, sondern bildhaft gespeichert. Auch Zugang zu Ursachen, die in der vorsprachlichen Phase des Kleinkindes liegen, können glingen.

 

In der therapeutischen Arbeit mit inneren Bildern können Sie:

innere Zustände sichtbar machen

Gefühle besser verstehen und regulieren

neue, korrigierende Erfahrungen entwickeln

 

Diese Bilder entstehen nicht „willkürlich“, sondern spiegeln häufig zentrale emotionale Themen wider. Sie werden dabei behutsam begleitet – nichts wird erzwungen.

 

Viele Menschen erleben innere Widersprüche:

Ein Teil möchte stark sein, ein anderer fühlt sich klein und hilflos

Ein Teil funktioniert, ein anderer ist erschöpft oder ängstlich

 

In der Arbeit mit inneren Anteilen (auch Ego-State-Therapie) wird davon ausgegangen, dass unsere Persönlichkeit aus verschiedenen inneren Teilaspekten besteht. Jeder dieser Anteile hat eine eigene Funktion und Geschichte.

 

In der Hypnotherapie können diese Anteile:

wahrgenommen und verstanden werden

in einen inneren Dialog kommen

besser miteinander in Kontakt treten

 

Ziel ist dabei nicht, Anteile „loszuwerden“, sondern sie zu integrieren.

 

Besonders wichtig ist oft die Arbeit mit verletzten jüngeren Anteilen – manchmal auch als inneres Kind bezeichnet. Diese Anteile tragen häufig Gefühle wie Angst, Scham, Traurigkeit oder Einsamkeit in sich, die aus früheren Erfahrungen stammen. Hier ist die Verbindung zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie.

 

In der therapeutischen Trance kann es möglich werden:

Diesen jüngeren Anteilen mit Mitgefühl zu begegnen.

Sie emotional zu versorgen und zu stabilisieren.

Ihnen das zu geben, was früher gefehlt hat (z. B. Schutz, Trost, Halt).

 

Wenn dies gelingt, kann mehr Sicherheit für das erwachsene Ich im Hier und Jetzt entstehen.

 

Viele Menschen verbinden Hypnose mit Showhypnose aus dem Fernsehen. Diese hat nichts mit therapeutischer Hypnose oder Arbeit mit inneren Bildern zu tun.

 

Therapeutische Hypnose:

erfolgt freiwillig.

respektiert Ihre Grenzen.

dient Ihrer Stabilisierung und Heilung.

Sie behalten jederzeit die Kontrolle.

 

Showhypnose:

dient der Unterhaltung.

arbeitet mit Gruppendruck und Inszenierung.

hat keinen therapeutischen Anspruch.

 

In der Hypnotherapie geht es um Sicherheit, Würde und Ihre individuellen Bedürfnisse.

Wissenschaftliche Grundlage

 

Die Hypnotherapie ist wissenschaftlich untersucht und wird u. a. von der Milton-Erickson-Gesellschaft vertreten. Studien zeigen positive Effekte bei Angststörungen, Depressionen, psychosomatischen Beschwerden und Schmerzstörungen.

 

In meiner Arbeit integriere ich die Arbeit mit inneren Bildern in die tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie.

 

 

Psychodynamisch-imaginative Traumatherapie (PITT)

Die psychodynamisch-imaginative Traumatherapie (PITT) wurde führend von Prof. Luise Reddemann entwickelt und ist eine Methode zur Behandlung von Menschen, die belastende oder traumatische Erfahrungen gemacht haben. Sie wurde speziell dafür entwickelt, dass Betroffene sich wieder sicherer fühlen, mehr innere Kontrolle erleben und schwierige Erinnerungen behutsam verarbeiten können.

 

Psychodynamisch heißt: Es wird berücksichtigt, wie frühe Erfahrungen, Gefühle und innere Konflikte heute noch wirken.

 

Imaginativ bedeutet: Die Therapie nutzt gezielte Vorstellungsübungen. Mit Hilfe innerer Bilder können Schutz, Abstand und Selbstfürsorge erlebt werden – oft leichter, als nur darüber zu sprechen.

Man könnte sagen: Die eigenen inneren Kräfte werden aktiviert, damit das Nervensystem wieder lernt, zwischen „damals“ und „heute“ zu unterscheiden.

 

Bevor traumatische Erinnerungen genauer angeschaut werden (man spricht von Exposition oder Trauma-Konfrontation), braucht die Psyche ein tragfähiges Fundament. Ohne diese Vorbereitung könnte es passieren, dass Gefühle zu überwältigend werden.

Stabilisierung bedeutet daher: erst stärken, dann verarbeiten.

 

Typische Ziele der Stabilisierung sind:

  • Gefühle besser regulieren können
  • sich selbst beruhigen lernen
  • Kontrolle über innere Zustände gewinnen
  • im Hier und Jetzt bleiben können
  • Vertrauen in die therapeutische Beziehung entwickeln

Erst wenn das ausreichend gelingt, wird entschieden, ob und wann eine direkte Traumabearbeitung sinnvoll ist.


Beispiele für Stabilisierungstechniken:

 

Innere sichere Orte
Hier geht es darum, sich einen Ort vorzustellen, an dem sie sich sicher und geschützt fühlen. Das Gehirn reagiert erstaunlich stark auf solche Bilder – oft sinkt dabei tatsächlich die körperliche Anspannung.

Der „innere Helfer“
Eine unterstützende Figur (real oder erfunden) kann in belastenden Momenten innerlich zur Seite stehen.

Distanzierungstechniken
Zum Beispiel kann man sich vorstellen, Erinnerungen in einen Safe zu legen, der mit einem Zahlencode sicher verschlossen ist.

 

Körperorientierte Strategien
Atmung, bewusste Muskelanspannung oder sensorische Übungen helfen, wieder Boden unter den Füßen zu spüren.

 

Eine Traumakonfrontation wird normalerweise erst erwogen, wenn:

  • starke Überflutungen selten geworden sind
  • Selbstberuhigung funktioniert
  • ausreichend Stabilität im Alltag besteht
  • keine akuten Krisen im Vordergrund stehen

Das Tempo bestimmt immer die betroffene Person mit. 

 

Coaching

Coaching ist eine lösungs- und zukunftsorientierte Begleitung für grundsätzlich psychisch stabile Menschen. Es geht weniger um das Aufarbeiten der Vergangenheit, sondern darum, vorhandene Fähigkeiten zu stärken und konkrete Veränderungen zu erreichen.

 

Typische Themen im Coaching können sein:

  • berufliche Neuorientierung
  • Entscheidungsfindung
  • Führungskompetenzen
  • Umgang mit Stress im Alltag
  • persönliche Weiterentwicklung
  • Verbesserung von Kommunikation oder Selbstorganisation

Im Coaching gebe ich Ihnen strukturierende Impulse und unterstützte Sie dabei, eigene Lösungen zu entdecken. Man könnte sagen: Coaching hilft, die eigene Landkarte klarer zu sehen, um den Weg dann selbst zu finden..

 

 

© 2026 Dr. Birthe Berg 

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